Unsere erste Norwegen-Tour im Juni 2011 (Teil 1)

 

 

Da wir ja nun nicht mehr im Arbeitsalltag stehen, konnten wir es auch wagen, einen Reiseurlaub zu planen. Norwegen stand schon lange auf unserer Wunschliste und ich hatte dann die Lofoten als Reiseziel ausgesucht.

Auf dem Ostfrieslandtreffen von www.unterwegs-daheim.de gab es noch viele nützliche Tipps von erfahrenen Norwegenfahrern.

Da ich ja nun auch zu Hause mehr Zeit habe, versuche ich mich mal mit einem ausführlichen Bericht.

 

Die Reiseroute findest du hier:

http://www.stepmap.de/karte/norwegen-2011-157929#export

 

Am ersten Tag fuhren wir erst nachmittags los, um gegen Abend in Lensahn (340km) zu übernachten.

Erstaunlicherweise war auf dem sonst immer vollen Stellplatz nichts los.

 

 

Am zweiten Tag ging es mit den Fähren Puttgarden – Rodby und Helsingör – Helsingborg Richtung Oslo auf der E 20 zügig voran. In Munkedal (663 km) hatten wir uns bei unserem Neffen und seiner Familie angekündigt. Zur Abendbrotzeit waren wir dort und wurden mit einem leckeren Lachs-Essen überrascht.

 

Nach dem schwedischen Duschen (die schwedischen Häuser haben keine Duschvorhänge – man spritzt beim Duschen das ganze Badezimmer nass.) und einem gemeinsamen Frühstück ging es am dritten Tag auf Nebenstraßen um Oslo herum. Auf der RV 22 durch Halden und Mysen und dann geradewegs auf Lillestrom zu. Dort sind wir auf die E 6 gewechselt, haben uns durch die Baustelle gequält und sind in Langset auf die RV 33 abgebogen, um westlich des Mjosa weiterzufahren.

 

 

 

 

 

Einen Übernachtungsplatz haben wir nicht gefunden.

Es fing an zu regnen und in Lillehammer bei der Tankstelle wunderten wir uns, was für Riesenwasserflächen auf dem Tankstellengelände waren. Unser Ziel war der Peer-Gynt-Weg – den steuerten wir nun an. Die RV 255 ist durch den Neubau eine Mautstraße geworden. Kurz vorm Ziel haben wir in Gausdal (397 km) bei der Kirche einen ruhigen Übernachtungsplatz gefunden.

Im Nachhinein ist man schlauer, aber wir wunderten uns schon, wie laut man den ca. 200 m entfernten Bach hören konnte.

Es regnete die ganze Nacht.

 

Der vierte Tag

Morgens zum Frühstück habe ich den Pössl dann um 25 m umgeparkt. Vorahnung?

 

 

 

 

 

 

 

 

In Svingvoll fuhren wir Richtung Peer-Gynt-Weg auf der Teerstraße.

Was für Wassermassen kamen uns da entgegen. Reißende Bäche links und rechts der Straße. Als die Schotterpiste begann, war Schluss.

Das Wasser hatte sich einen Weg über die Straße gesucht und die Steine weggerissen. Da konnten wir mit unserem tiefliegenden Abwassertank unmöglich durch.

Die Entscheidung war eindeutig: Umkehren!

Der Peer-Gynt-Weg wurde aus dem Reiseprogramm zunächst gestrichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbst diese Brücke war weggerissen.

 

Da wir uns beim Fahren abwechseln, hatte Rosi das Vergnügen die Bergstraße nach Tretten hinunter zu fahren – sie kam dann auch wieder in die Baustelle der E 6.

 

Tja und dann ging´s erst richtig los.

Wasser, Wasser, Wasser!

Baumstämme, Heuballen, Steine, …

Alles wurde über die Straßen gespült.

In einem Ort wurden wir umgeleitet. Die Strecke war aber auch nicht wasser- und geröllfrei.

 

 

 

 

 

Ein Fahrerwechsel war angesagt. Die E 6 wurde zur Abenteuerstrecke. Abwechselnd mit dem Gegenverkehr gab es ein „Augen zu und durch“ - Fahren. Hoffentlich bleibt der Tank dran. Unterm Wohnmobil gab es manche unschönen Geräusche.

Deswegen schaute ich immer genau hin, wo die anderen Autos fuhren…

 

Auf einem Rastplatz hörten wir von einer angeblichen Straßensperre.

Nichts Genaues wusste man aber nicht.

Ein Radfahrer aus Süddeutschland (!) tat uns so leid, dass wir ihm anboten, ihn mitzunehmen – unser Radträger war ja frei.

Dann kam aber doch die Sonne mal durch und er entschied sich, mit dem Rad weiterzufahren.

 

 

 

Wegen dieses Unwetters entschieden wir, nicht die E 15 nach Geiranger zu nehmen, was wir eigentlich geplant hatten. Wir wollten nur schnell nach Norden.

Aber nach Otta kurz vor Sandbakken ging dann gar nichts mehr.

Stau auf der E 6. Wir haben unser Mittagessen zubereitet und die

E 6 eben zum Rastplatz erklärt. Es hieß dann, da vorne geht es heute gar nicht mehr weiter. Die Straße war von Steinschlag total zugeschüttet worden.

 

Wir wendeten und fuhren nach Otta zurück, um nun doch die E 15 nach  Geiranger zu versuchen. Das Wasser stand unter der Brücke in Otta  schon ziemlich hoch und die Geschäfte wurden schon mit Wasserpumpen von der Brühe befreit. Ein Kampf, der aussichtslos erschien.

Die E 15 war nicht so vom Unwetter betroffen, so dass wir mit unserem „Geländewagen“ gut fahren konnten.

 

 

 

 

 

Wie kann Wasser in anderer Form doch so beruhigend wirken.

 

 

 

 

 

 

 

 

In Lom machten wir natürlich eine Pause und schauten uns die Stabkirche an.

 

 

 

Auch in Lom schoss der Fluss nur so durch sein Bett – aber wenigstens blieb er dort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Pollfoss (250 km) haben wir übernachtet. Ein Hamburger Wohnmobil leistete uns Gesellschaft.

 

 

 

Am fünften Tag ging es in höhere Regionen. Und es gab schöne Bilder.

Wir haben darauf verzichtet, den Dalsnibba hochzufahren. Die Sicht war einfach zu schlecht.

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Abfahrt beim Moll Grande kamen plötzlich die Aussichtsparkplätze vor Geiranger in Sicht. Wir quetschten unser kleines Wohnmobil irgendwo dazwischen und liefen schnell auf die Aussichtsfelsen. Da lag uns nun Geiranger zu Füßen – und mit ihm ein Kreuzfahrtschiff.

 

Die Sicht wurde nach fünf Minuten wieder sehr schlecht.

 

In Geiranger haben wir uns erst mal umgeschaut. Es ist eine Touristenhochburg. Alle Kreuzfahrtschiffe schwemmen hier ihre Passagiere an Land. Und es geht ab zum Trollstiegen oder sonst wohin.

 

 

 

 

 

Alt und neu.

 

Traumschiff statt Wohnmobil – für uns keine Alternative.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag verließen wir Geiranger wieder.

 

Von Eidsdal nach Linge fuhren wir auf der Fähre in der Poolposition.

 

 

 

 

 

 

 

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Unsere erste Norwegen-Tour im Juni 2011 (Teil 2)